Vom Blog zum Magazin Teil IV: Web2Book und Word
Montag, 26. Januar 2009 - Kategorie: Publizieren
Nach dem ersten, zweiten und dritten Teil der Blog2Mag-Serie folgt jetzt ein letzter Teil über eine Offline-Variante, anschließend will sich die Trendschau wieder um etwas zugänglichere Themen kümmern.
Um aus seinem Blog eine PDF-Variante zu machen - beispielsweise als wöchentlicher Newsletter für weniger webaffine Leser, als Archiv oder für das Kindle-Zeitalter - bieten sich zwei Tools an:
1. Die in den Kommentaren des Kriegsrecht-Blogs beschriebene Möglichkeit mit dem Wordpress-Plugin WPTEX und dem Textverarbeitungsprogramm LaTex. Diese Variante habe ich nicht ausprobiert, da Latex kein Wysiwyg-Editor wie Word ist. Stattdessen werden bei Latex Typographie und Layout - ähnlich wie bei html und css - über Befehle ausgezeichnet. Die Einarbeitung in eine eigene Auszeichnungssprache war dann doch etwas zu viel des Guten...
2. Ein kleines Programm namens Web2Book, das im mobilread-forum ausführlich besprochen wurde.
Web2Book zieht die Inhalte inkl. Bilder aus einem RSS-FEED in ein Word-Dokument, wobei noch div. Einstellungen wie Anzahl der Tage, Seitenformat etc. vorgenommen werden können. Hier eine kleine Demo:
Der Output ist archaisch, aber immerhin. Doch das zentrale Problem: Die Zeichenkodierung wird nicht korrekt gelesen, man erhält also einen unbrauchbaren Umlaute-Salat. Das ganze liegt an dem im Programm integrierten Konverter HTMLDOC, der seit geraumer Zeit nicht mehr weiterentwickelt wird und die für neue Webseiten übliche UTF-8-Kodierung nicht kennt.
Allein zu Demonstrationszwecken gibt es nun noch einen kleinen Clip, wie man mit ein paar Knopfdrücken in Word (2007) aus der Textvorlage zumindest einen Roh-Entwurf für das Magazin machen kann. Für Nachbauten: das ganze läuft über die Funktion "Makro-Aufnehmen", über das sich div. Formatierungen und Suche-Ersetze-Anweisungen automatisieren lassen. Allerdings müssen die Makros händisch noch ein bisschen nachbearbeitet werden, da Word eigenmächtig Befehle wie "Rahmen erstellen" etc. einbaut und das ganze Layout zerschießt. Natürlich könnte man noch weiter gehen und Kopfzeilen, Rubriken und ein vorbereitetes Deckblatt einbauen, das Grundprinzip sollte aber auch so schon klar werden:
Fazit: Wer wirklich professionelle Ambitionen hat, der sollte sich in XML und Schema einarbeiten und sich einen guten XML-Formatter zulegen (z.B. Antenna oder Stylevision). Für ein vorzeigbares Ergebnis reichen diese Offline-Varianten schlicht nicht aus, zumindest steht ein gutes Ergebnis kaum in Relation zum Aufwand. Es bleibt also die Hoffnung, dass sich irgendwann doch ein kleines Startup findet, das eine webbasierte Plattform für diesen Zweck entwickelt ...
PS: Eine Linksammlung zum Thema Blog2Mag habe ich hier auf delicious zusammengestellt.
Um aus seinem Blog eine PDF-Variante zu machen - beispielsweise als wöchentlicher Newsletter für weniger webaffine Leser, als Archiv oder für das Kindle-Zeitalter - bieten sich zwei Tools an:
1. Die in den Kommentaren des Kriegsrecht-Blogs beschriebene Möglichkeit mit dem Wordpress-Plugin WPTEX und dem Textverarbeitungsprogramm LaTex. Diese Variante habe ich nicht ausprobiert, da Latex kein Wysiwyg-Editor wie Word ist. Stattdessen werden bei Latex Typographie und Layout - ähnlich wie bei html und css - über Befehle ausgezeichnet. Die Einarbeitung in eine eigene Auszeichnungssprache war dann doch etwas zu viel des Guten...
2. Ein kleines Programm namens Web2Book, das im mobilread-forum ausführlich besprochen wurde.
Web2Book zieht die Inhalte inkl. Bilder aus einem RSS-FEED in ein Word-Dokument, wobei noch div. Einstellungen wie Anzahl der Tage, Seitenformat etc. vorgenommen werden können. Hier eine kleine Demo:
Der Output ist archaisch, aber immerhin. Doch das zentrale Problem: Die Zeichenkodierung wird nicht korrekt gelesen, man erhält also einen unbrauchbaren Umlaute-Salat. Das ganze liegt an dem im Programm integrierten Konverter HTMLDOC, der seit geraumer Zeit nicht mehr weiterentwickelt wird und die für neue Webseiten übliche UTF-8-Kodierung nicht kennt.
Allein zu Demonstrationszwecken gibt es nun noch einen kleinen Clip, wie man mit ein paar Knopfdrücken in Word (2007) aus der Textvorlage zumindest einen Roh-Entwurf für das Magazin machen kann. Für Nachbauten: das ganze läuft über die Funktion "Makro-Aufnehmen", über das sich div. Formatierungen und Suche-Ersetze-Anweisungen automatisieren lassen. Allerdings müssen die Makros händisch noch ein bisschen nachbearbeitet werden, da Word eigenmächtig Befehle wie "Rahmen erstellen" etc. einbaut und das ganze Layout zerschießt. Natürlich könnte man noch weiter gehen und Kopfzeilen, Rubriken und ein vorbereitetes Deckblatt einbauen, das Grundprinzip sollte aber auch so schon klar werden:
Fazit: Wer wirklich professionelle Ambitionen hat, der sollte sich in XML und Schema einarbeiten und sich einen guten XML-Formatter zulegen (z.B. Antenna oder Stylevision). Für ein vorzeigbares Ergebnis reichen diese Offline-Varianten schlicht nicht aus, zumindest steht ein gutes Ergebnis kaum in Relation zum Aufwand. Es bleibt also die Hoffnung, dass sich irgendwann doch ein kleines Startup findet, das eine webbasierte Plattform für diesen Zweck entwickelt ...
PS: Eine Linksammlung zum Thema Blog2Mag habe ich hier auf delicious zusammengestellt.





