Twitter und Unternehmen - zehn Q&A's
Montag, 7. September 2009 - Kategorie: Informieren
Aller Anfang ist Schwierig, das gilt aus eigener Erfahrung ganz besonders für Twitter. Im Folgenden gibt es zehn Q&A's, die (nicht nur) Unternehmen den Einstieg bei Twitter erleichtern sollen. Die Fragen lauten:
1. Was ist Twitter?
2. Ist Twitter relevant?
3. Wie kann ich Twitter nutzen?
4. Wie nutze ich Twitter passiv und ohne Account zum Monitoring?
5. Ich habe einen Account. Wie finde ich relevante Twitterer?
6. Wozu kann ich einen Twitter-Client gebrauchen?
7. Ich möchte aktiv twittern. Was muss ich beachten?
8. Wie kann ich den Erfolg meiner Twitterei messen?
9. Wie kann ich noch mehr aus Twitter herausholen?
10. Platz für Notizen, eigene Fragen und Update vom 08.09.
1. Was ist Twitter?
Twitter ist ein Mikroblogging-Dienst, über den sich Informationen mit bis zu 140 Zeichen veröffentlichen lassen. Die Nutzer von Twitter können untereinander in ein Verhältnis treten: Man kann die Nachrichten einer Person geziehlt verfolgen (follow), man kann ihr private Nachrichten senden oder sie öffentlich anschreiben bzw. auf sie verweisen (@Twittername).
Twitter ist für jeden etwas anderes:
1. eine Klatsch- und Tratsch-Bude,
2. ein Informationskanal,
3. eine Kommunikationsplattform,
4. ein Traffic-Verteiler,
5. ein Ort für Empfehlungen und zur Meinungsbildung.
2. Ist Twitter relevant?
Twitter hat sich inzwischen zu einem Standard für Mikroblogging etabliert. Laut Webevangelist wächst Twitter in Deutschland derzeit monatlich um ca. 20% bis 30%. Im August 09 gab es hierzulande ca. 174.000 Twitterer. Ob sich der Trend fortsetzt, bleibt ungewiss, trotz kann Twitter bereits heute ein relevantes Tool für Unternehmen sein. Denn auf Twitter wird vermutlich auch über Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte öffentlich gesprochen. Und wenn nicht, ist das im Zweifelsfall noch schlechter für Sie.
3. Wie kann ich Twitter nutzen?
Sie können sich bei Twitter aktiv engagieren oder passiv zum Monitoring nutzen. Die passive Beobachtung sollte für Unternehmen heute Pflicht sein - wenn nicht als wertvoller Informationskanal, dann zumindest zur Beobachtung der Kommunikation, die Ihr Unternehmen unmittelbar betrifft. Das können im Zweifelsfall unzufriedenen Kunden sein, die sich über Ihren Kundenservice beklagen.
4. Wie nutze ich Twitter passiv und ohne Account zum Monitoring?
Sie möchten wissen, wer was über Ihr Unternehmen, Ihr Produkt oder Ihre Mitbewerber sagt?
Dann geben Sie auf Twittersearch die entsprechenden Begriffe ein und abonnieren Sie den RSS-Feed.
Sie möchten die Suche verfeinern?
Dann nutzen Sie die verschiedenen Search-Operatoren. Damit lassen sich Begriffe oder Nutzer ausschließen oder bestimmte Inhalte (Begriffe, Nutzer, Links etc.) filtern.
Sie möchten wissen, wer auf Ihre Seite verlinkt?
Dann nutzen Sie das Tool Backtweets, geben Sie die URL-Adresse ein und abonnieren die Ergebnisse per RSS.
Sie haben eine Krisensituation und möchten möglichst in real time auch mehrere Begriffe verfolgen?
Dann nutzen Sie Tools wie Twitterfall oder Monitter, mit denen sich life verschiedene Begriffe parallel verfolgen lassen.
Sie möchten komplexe Themen oder sogar die Branchenentwicklung beobachten?
Dann stoßen sie in dieser Form mit Twitter wahrscheinlich an die Grenzen, denn es gibt derzeit kaum brauchbare Filter für Twitter. Ein Tool, das Ihnen immerhin zusätzlich die beliebtesten Links, die meisten Retweets und die fleißigsten Kontributoren anzeigt, ist z.B. Twazzup. Doch damit - und ebenso mit den Operatoren von Twitter-Search - werden sie bei komplexen Themen zu viele Duplikate und irrelevante Informationen erhalten, die Sie auf Dauer nicht in einem angemessenen Rahmen bewältigen können. Das hat bereits die Iran-Election gezeigt, doch selbst kleinere Branchen wie z.B. die "Biotechnologie" lässt sich so nicht effizient monitoren.
5. Ich habe einen Account. Wie finde ich relevante Twitterer?
Zur Beobachtung von komplexen Themen und Branchen legen Sie sich am besten einen eigenen Twitter-Account an und folgen Sie guten Twitterern. Grundsätzlich können Sie sie sich einen Follower-Stream zwar auch über die Search-Operatoren basteln, indem Sie nur spezielle Twitterer herausfiltern. Der Suchstring wird auf Dauer jedoch sehr lang und unübersichtlich werden.
Schauen Sie zunächst, ob es aus Ihrem Umfeld Twitterer gibt. Haben Sie einen interessanten Twitterer gefunden, hilft schon ein Blick auf dessen Follower-Liste. Natürlich können Sie auch über eine Twazzup-Suche Twitterer finden, die zu Ihrem Thema besonders viele Tweets absetzen. Ebenso können Sie nach thematisch passenden Twitter-Gruppen suchen oder z.B. speziellen Exectweets folgen. Weiterhin gibt es unzählige Twitterverzeichnisse wie z.B. twellow (Gelbe Seiten), wefollow oder das deutsche Empfehlerverzeichnis tweetranking. Eine zunehmend beliebte Seite ist Tweetmeme, die analog zu anderen Memetrackern wie Rivva die interagierenden Trends dynamisch abbildet.
Wenn Ihr Tweet-Stream inzwischen zu unübersichtlich geworden ist, nutzen Sie am besten einen Twitter-Client.

6. Wozu kann ich einen Twitter-Client gebrauchen?
Mit Twitter-Clients können Sie Twitter auf ihren Desktop holen und verwalten, was - je nach Vorhaben - die Arbeit sehr erleichtern kann. Beliebte Twitter-Clients sind Seeismic oder Tweetdeck, zumindest für Seesmic müssen Sie ggf. noch das Zusatz-Programm Adobe-Air installieren.
Der Vorteil von Clients ist vielfältig (Beispiel Seesmic): Sie können verschiedene Accounts verwalten, ohne sich ständig ein- und ausloggen zu müssen. Sie können verschiedene Usergruppen anlegen und z.B. Twitterer in Themengruppen einordnen oder besonders gute Twitterer gruppieren. Sie werden über neue Nachrichten oder Retweets / Referenzen (@trendschau) benachrichtigt oder Sie können parallel Suchbegriffe anlegen, verwalten und per Knopfdruck aufrufen. All das ist auch nützlich, wenn Sie nicht aktiv twittern. Aber wenn wir schonmal soweit sind...
7. Ich möchte aktiv twittern, was muss ich beachten?
In der einfachsten Form können Sie als aktiver Twitterer schlicht Ihren RSS-Feed z.B. über Twitterfeed automatisch in Twitter einspeisen. Erwarten Sie jedoch keine allzu große Resonanz. Wenn sie sich darüber hinaus aktiv bei Twitter engagieren wollen, ist das eine ebenso strategische Entscheidung wie beim Bloggen. Und Vodafone ist aktuell ein Beispiel dafür, dass sich damit in der Gemeinde nicht nur Bonus-Punkte sammeln lassen.
Ein paar Grundregeln für "engagiertes" twittern:
8. Wie kann ich den Erfolg meiner Twitterei messen?
Es gibt mehrere Indikatoren:
Zahl der Follower
Wenn Ihnen automatisch viele Twitterer folgen, ist das ein gutes Zeichen. Absolut gesehen muss die Zahl der Follower jedoch nichts aussagen, da es - ähnlich wie bei myspace - viele Follow-Sammler gibt, ggf. hat noch das Verhältnis Followings - Follower eine gewisse Aussagekraft.
Empfehlungen
Es gibt sogenannte #FollowFridays, bei denen Twitterer andere Twitterer über eine einfache Referenz (@trendschau] empfehlen. Immer eine Ehre!
Zahl der Retweets
Retweets, also das erneute Twittern einer Nachricht mit einem Verweis auf den Urheber (RT @trendschau), sind natürlich besonders spannenden Inhalten vorbehalten. Von den vielen Tweets sind nur wenige Prozente Retweets. Aus Retweets kann dann auch das entstehen, was man als viralen Effekt bezeichnet. Über Retweets wird man durch Twitter benachrichtigt. Es gibt mit Retweetist oder DailyRT (oft nicht erreichbar) spezielle Such- und Rankingmaschinen, die allerdings für die eigene Analyse kaum etwas hergeben. Ein interessanteres Tool ist Topsy, dass einen Auskunft darüber gibt, wie oft eine Nachricht getweetet wurde und wer die häufigsten Retweeter sind. Den interessanten Ansatz von Dan Zarella, mit dem Tweet Mapper einen grafischen Retweet-Baum zu generieren und so virale Effekte nachvollziehbar zu machen, ist leider scheinbar im Sande verlaufen. Vielleicht ist das auch schon zu viel Wissenschaft für das junge Twitter.
Zahl der Nennung und Verlinkung
Über die bereits beschriebenen Monitoring-Tools können Sie verfolgen, wie sehr die Kommunikation über Ihr Unternehmen und der über Twitter generierte Traffic auf Ihre Unternehmensseite ansteigt.
9. Wie kann ich noch mehr aus Twitter herausholen?
Hier ist Kreativität gefragt. Ein paar Beispiele: Bauen Sie z.B. mit verschiedenen Spezialisten im Unternehmen einen Exec-Stream auf. Die Experten bekommen neben dem Portrait ein einheitliches Branding, sie können den Stream der Experten in eine Gruppe zusammenfassen und dann auch auf ihre Seite einbinden. Wenn Sie nun noch Yahoo Pipes dazwischen schalten, können sie dem Stream Experten zufügen oder weitere Filter einbauen, ohne, dass sich die RSS-Adresse ändert. So können Sie auf Ihrer Seite einen zusätzlichen Lifenewsstream per RSS anbieten und auch Nutzern einen Mehrwert bieten, die mit Twitter nichts anfangen können. Schließlich können Sie die Tweets auch zusammengefasst als Blogeintrag posten (Loudtwitter), Gruppenstreams samt Twitter-Funktion in ihre Seite einbinden (Tweetizen, z.B. für die Kommentierung von Life-Übertragungen/-Konferenzen interessant), oder die Tweets als ergänzende Kurznachrichten in Ihren Newsletter integrieren. Im Auge behalten sollte man auch twingly, mit dem bald kooperative Nachrichtenstreams möglich sein sollten.
10. Platz für Notizen, eigene Fragen und Update vom 08.09.
Update vom 08.09: Im Magazin Dr. Weblog hat Dirk Metzenmacher eine sehr umfangreiche und ausgezeichnete Liste mit Twitter-Tools für Profis erstellt. Lektüre sehr empfohlen!
Eigene Notizen:
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1. Was ist Twitter?
2. Ist Twitter relevant?
3. Wie kann ich Twitter nutzen?
4. Wie nutze ich Twitter passiv und ohne Account zum Monitoring?
5. Ich habe einen Account. Wie finde ich relevante Twitterer?
6. Wozu kann ich einen Twitter-Client gebrauchen?
7. Ich möchte aktiv twittern. Was muss ich beachten?
8. Wie kann ich den Erfolg meiner Twitterei messen?
9. Wie kann ich noch mehr aus Twitter herausholen?
10. Platz für Notizen, eigene Fragen und Update vom 08.09.
1. Was ist Twitter?
Twitter ist ein Mikroblogging-Dienst, über den sich Informationen mit bis zu 140 Zeichen veröffentlichen lassen. Die Nutzer von Twitter können untereinander in ein Verhältnis treten: Man kann die Nachrichten einer Person geziehlt verfolgen (follow), man kann ihr private Nachrichten senden oder sie öffentlich anschreiben bzw. auf sie verweisen (@Twittername).
Twitter ist für jeden etwas anderes:
1. eine Klatsch- und Tratsch-Bude,
2. ein Informationskanal,
3. eine Kommunikationsplattform,
4. ein Traffic-Verteiler,
5. ein Ort für Empfehlungen und zur Meinungsbildung.
2. Ist Twitter relevant?
Twitter hat sich inzwischen zu einem Standard für Mikroblogging etabliert. Laut Webevangelist wächst Twitter in Deutschland derzeit monatlich um ca. 20% bis 30%. Im August 09 gab es hierzulande ca. 174.000 Twitterer. Ob sich der Trend fortsetzt, bleibt ungewiss, trotz kann Twitter bereits heute ein relevantes Tool für Unternehmen sein. Denn auf Twitter wird vermutlich auch über Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte öffentlich gesprochen. Und wenn nicht, ist das im Zweifelsfall noch schlechter für Sie.
3. Wie kann ich Twitter nutzen?
Sie können sich bei Twitter aktiv engagieren oder passiv zum Monitoring nutzen. Die passive Beobachtung sollte für Unternehmen heute Pflicht sein - wenn nicht als wertvoller Informationskanal, dann zumindest zur Beobachtung der Kommunikation, die Ihr Unternehmen unmittelbar betrifft. Das können im Zweifelsfall unzufriedenen Kunden sein, die sich über Ihren Kundenservice beklagen.
4. Wie nutze ich Twitter passiv und ohne Account zum Monitoring?
Sie möchten wissen, wer was über Ihr Unternehmen, Ihr Produkt oder Ihre Mitbewerber sagt?
Dann geben Sie auf Twittersearch die entsprechenden Begriffe ein und abonnieren Sie den RSS-Feed.
Sie möchten die Suche verfeinern?
Dann nutzen Sie die verschiedenen Search-Operatoren. Damit lassen sich Begriffe oder Nutzer ausschließen oder bestimmte Inhalte (Begriffe, Nutzer, Links etc.) filtern.
Sie möchten wissen, wer auf Ihre Seite verlinkt?
Dann nutzen Sie das Tool Backtweets, geben Sie die URL-Adresse ein und abonnieren die Ergebnisse per RSS.
Sie haben eine Krisensituation und möchten möglichst in real time auch mehrere Begriffe verfolgen?
Dann nutzen Sie Tools wie Twitterfall oder Monitter, mit denen sich life verschiedene Begriffe parallel verfolgen lassen.
Sie möchten komplexe Themen oder sogar die Branchenentwicklung beobachten?
Dann stoßen sie in dieser Form mit Twitter wahrscheinlich an die Grenzen, denn es gibt derzeit kaum brauchbare Filter für Twitter. Ein Tool, das Ihnen immerhin zusätzlich die beliebtesten Links, die meisten Retweets und die fleißigsten Kontributoren anzeigt, ist z.B. Twazzup. Doch damit - und ebenso mit den Operatoren von Twitter-Search - werden sie bei komplexen Themen zu viele Duplikate und irrelevante Informationen erhalten, die Sie auf Dauer nicht in einem angemessenen Rahmen bewältigen können. Das hat bereits die Iran-Election gezeigt, doch selbst kleinere Branchen wie z.B. die "Biotechnologie" lässt sich so nicht effizient monitoren.
5. Ich habe einen Account. Wie finde ich relevante Twitterer?
Zur Beobachtung von komplexen Themen und Branchen legen Sie sich am besten einen eigenen Twitter-Account an und folgen Sie guten Twitterern. Grundsätzlich können Sie sie sich einen Follower-Stream zwar auch über die Search-Operatoren basteln, indem Sie nur spezielle Twitterer herausfiltern. Der Suchstring wird auf Dauer jedoch sehr lang und unübersichtlich werden.
Schauen Sie zunächst, ob es aus Ihrem Umfeld Twitterer gibt. Haben Sie einen interessanten Twitterer gefunden, hilft schon ein Blick auf dessen Follower-Liste. Natürlich können Sie auch über eine Twazzup-Suche Twitterer finden, die zu Ihrem Thema besonders viele Tweets absetzen. Ebenso können Sie nach thematisch passenden Twitter-Gruppen suchen oder z.B. speziellen Exectweets folgen. Weiterhin gibt es unzählige Twitterverzeichnisse wie z.B. twellow (Gelbe Seiten), wefollow oder das deutsche Empfehlerverzeichnis tweetranking. Eine zunehmend beliebte Seite ist Tweetmeme, die analog zu anderen Memetrackern wie Rivva die interagierenden Trends dynamisch abbildet.
Wenn Ihr Tweet-Stream inzwischen zu unübersichtlich geworden ist, nutzen Sie am besten einen Twitter-Client.

6. Wozu kann ich einen Twitter-Client gebrauchen?
Mit Twitter-Clients können Sie Twitter auf ihren Desktop holen und verwalten, was - je nach Vorhaben - die Arbeit sehr erleichtern kann. Beliebte Twitter-Clients sind Seeismic oder Tweetdeck, zumindest für Seesmic müssen Sie ggf. noch das Zusatz-Programm Adobe-Air installieren.
Der Vorteil von Clients ist vielfältig (Beispiel Seesmic): Sie können verschiedene Accounts verwalten, ohne sich ständig ein- und ausloggen zu müssen. Sie können verschiedene Usergruppen anlegen und z.B. Twitterer in Themengruppen einordnen oder besonders gute Twitterer gruppieren. Sie werden über neue Nachrichten oder Retweets / Referenzen (@trendschau) benachrichtigt oder Sie können parallel Suchbegriffe anlegen, verwalten und per Knopfdruck aufrufen. All das ist auch nützlich, wenn Sie nicht aktiv twittern. Aber wenn wir schonmal soweit sind...
7. Ich möchte aktiv twittern, was muss ich beachten?
In der einfachsten Form können Sie als aktiver Twitterer schlicht Ihren RSS-Feed z.B. über Twitterfeed automatisch in Twitter einspeisen. Erwarten Sie jedoch keine allzu große Resonanz. Wenn sie sich darüber hinaus aktiv bei Twitter engagieren wollen, ist das eine ebenso strategische Entscheidung wie beim Bloggen. Und Vodafone ist aktuell ein Beispiel dafür, dass sich damit in der Gemeinde nicht nur Bonus-Punkte sammeln lassen.
Ein paar Grundregeln für "engagiertes" twittern:
- Im Unternehmen müssen die Voraussetzungen geschaffen werden: Regeln, aber vor allem auch die nötigen Freiräume. Ein zwar fiktives, aber treffendes Negativbeispiel hat das Blog Trendopfer beschrieben.
- Sie sollten nicht als Marke, sondern als Person - möglichst mit Profilbild - twittern. Das ist eher eine Tendenz als eine Regel.
- Binden Sie die Twitterer und Follower ein. Manche danken einem z.B. nach dem Followen (als Privatnachricht oder öffentliche Referenz (@trendschau)).
- Geizen Sie nicht mit interessanten Informationen oder auch Links. Und nutzen Sie nicht unbedingt die 140 Zeichen aus, sondern lassen Sie etwas Platz, damit die Follower Ihre Nachricht leichter ReTweeten können.
- Lassen Sie sich etwas einfallen. Manche veranstalten z.B. Verlosungen unter den ReTweets einer Nachricht und haben damit großen Erfolg.
- Auch bei Twitter gibt es rechtliche Aspekte zu beachten.
8. Wie kann ich den Erfolg meiner Twitterei messen?
Es gibt mehrere Indikatoren:
Zahl der Follower
Wenn Ihnen automatisch viele Twitterer folgen, ist das ein gutes Zeichen. Absolut gesehen muss die Zahl der Follower jedoch nichts aussagen, da es - ähnlich wie bei myspace - viele Follow-Sammler gibt, ggf. hat noch das Verhältnis Followings - Follower eine gewisse Aussagekraft.
Empfehlungen
Es gibt sogenannte #FollowFridays, bei denen Twitterer andere Twitterer über eine einfache Referenz (@trendschau] empfehlen. Immer eine Ehre!
Zahl der Retweets
Retweets, also das erneute Twittern einer Nachricht mit einem Verweis auf den Urheber (RT @trendschau), sind natürlich besonders spannenden Inhalten vorbehalten. Von den vielen Tweets sind nur wenige Prozente Retweets. Aus Retweets kann dann auch das entstehen, was man als viralen Effekt bezeichnet. Über Retweets wird man durch Twitter benachrichtigt. Es gibt mit Retweetist oder DailyRT (oft nicht erreichbar) spezielle Such- und Rankingmaschinen, die allerdings für die eigene Analyse kaum etwas hergeben. Ein interessanteres Tool ist Topsy, dass einen Auskunft darüber gibt, wie oft eine Nachricht getweetet wurde und wer die häufigsten Retweeter sind. Den interessanten Ansatz von Dan Zarella, mit dem Tweet Mapper einen grafischen Retweet-Baum zu generieren und so virale Effekte nachvollziehbar zu machen, ist leider scheinbar im Sande verlaufen. Vielleicht ist das auch schon zu viel Wissenschaft für das junge Twitter.
Zahl der Nennung und Verlinkung
Über die bereits beschriebenen Monitoring-Tools können Sie verfolgen, wie sehr die Kommunikation über Ihr Unternehmen und der über Twitter generierte Traffic auf Ihre Unternehmensseite ansteigt.
9. Wie kann ich noch mehr aus Twitter herausholen?
Hier ist Kreativität gefragt. Ein paar Beispiele: Bauen Sie z.B. mit verschiedenen Spezialisten im Unternehmen einen Exec-Stream auf. Die Experten bekommen neben dem Portrait ein einheitliches Branding, sie können den Stream der Experten in eine Gruppe zusammenfassen und dann auch auf ihre Seite einbinden. Wenn Sie nun noch Yahoo Pipes dazwischen schalten, können sie dem Stream Experten zufügen oder weitere Filter einbauen, ohne, dass sich die RSS-Adresse ändert. So können Sie auf Ihrer Seite einen zusätzlichen Lifenewsstream per RSS anbieten und auch Nutzern einen Mehrwert bieten, die mit Twitter nichts anfangen können. Schließlich können Sie die Tweets auch zusammengefasst als Blogeintrag posten (Loudtwitter), Gruppenstreams samt Twitter-Funktion in ihre Seite einbinden (Tweetizen, z.B. für die Kommentierung von Life-Übertragungen/-Konferenzen interessant), oder die Tweets als ergänzende Kurznachrichten in Ihren Newsletter integrieren. Im Auge behalten sollte man auch twingly, mit dem bald kooperative Nachrichtenstreams möglich sein sollten.
10. Platz für Notizen, eigene Fragen und Update vom 08.09.
Update vom 08.09: Im Magazin Dr. Weblog hat Dirk Metzenmacher eine sehr umfangreiche und ausgezeichnete Liste mit Twitter-Tools für Profis erstellt. Lektüre sehr empfohlen!
Eigene Notizen:
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