Update: Vier News-Modelle
Freitag, 18. September 2009 - Kategorie: Informieren
Nachdem in den letzten Tagen gleich zwei interessante News-Modelle online gegangen sind bzw. über Blogbeiträge ihren Weg zur Trendschau gefunden haben, möchte ich noch einmal drei bzw. vier Modelle vorstellen, die aus meiner Sicht besonders interessant sind.
Nachrichten.de: News nach Aktualität, Verbreitung und Quelle
Gestern hat Burda sein Aggregationsportal online gestellt und das Portal ist tatsächlich recht gut: Die Nachrichten sind in verschiedenen Rubriken gegliedert und können nach unterschiedlichen Kriterien sortiert werden. Standard ist offensichtlich eine Mischung aus Aktualität und Relevanz (Anzahl der Meldungen), wobei mir noch nicht klar ist, welche der vielen gleichlautenden Meldungen aus der Presse in der Front-Ansicht erscheint. Der dritte Sortier-Schlüssel ist "Top-Quelle", weitere Kriterien sollen folgen. Auch wenn der Aggregator als Kampfansage gegen Google für viele zunächst unter einem zweifelhaften Stern stand, kann sich das Ergebnis sehen lassen, insbesondere wegen der leserfreundlichen Gestaltung.
Readtwit: News von Empfehlern
Gestern hat Netzwertig einen komplett anderen Ansatz vorgestellt: Mit readtwit ist eine Twitter-Anwendung an den Start gegangen, mit der man die links von seinem Twitter-Netzwerk filtern und in einen Nachrichtenfeed umwandeln kann. Im Feed werden nicht nur die Tweets gezeigt, sondern direkt die Inhalte der verlinkten Webseite. Positiv ist vor allem auch ein (von mir) lang ersehnter Duplikatefilter.
Während es bei Nachrichten.de die Journalisten sind, die über die "Nachrichtenwerte" (=Verbreitung) entscheiden, was für den Leser relevant ist und was nicht, sind es bei Readtwit die Freunde und Follower, die Informationen empfehlen. Ein leserorientiertes Relevanzkriterium ist aus meiner Sicht eine spannende Alternative zur Relevanzbewertung durch Journalisten.
Da Burda weitere Sortier-Kriterien entwickeln will, wäre aus meiner Sicht eine bereits beschriebene Social-Rate-Variante interessant, bei der die Nachrichten nach der Empfehlungshäufigkeit aus Social Networks wie Twitter und Facebook sortiert werden. Wenn man die zunehmende Bedeutung von sozialen Netzwerken als Traffic-Lieferant für Medieninhalte ernst nimmt, wäre das ein konsequenter Schritt.
Social-Median und Twingly: News über Gruppen gefiltert
Social-Median hat bereits vor einigen Jahren die Bedeutung von Freunden als Empfehler konsequent aufgegriffen: Gruppen übernehmen die Aufgabe, in einer Nachrichten-Community die Newsfeeds aufzunehmen, zu filtern und zu sortieren. Ein ganz ähnliches Modell strebt Twingly mit den angekündigten Channels (Newsgruppen) an, was eine willkommene Gruppen-Alternative zum personalisierten Ansatz von Twitread wäre.
Einen eigenen News-Community-Ansatz, der Socialmedian ähnelt, hatte ich vor Zeiten mal hier gepostet. So oder so werden intelligente Aggregationsansätze in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen.
Nachrichten.de: News nach Aktualität, Verbreitung und Quelle
Gestern hat Burda sein Aggregationsportal online gestellt und das Portal ist tatsächlich recht gut: Die Nachrichten sind in verschiedenen Rubriken gegliedert und können nach unterschiedlichen Kriterien sortiert werden. Standard ist offensichtlich eine Mischung aus Aktualität und Relevanz (Anzahl der Meldungen), wobei mir noch nicht klar ist, welche der vielen gleichlautenden Meldungen aus der Presse in der Front-Ansicht erscheint. Der dritte Sortier-Schlüssel ist "Top-Quelle", weitere Kriterien sollen folgen. Auch wenn der Aggregator als Kampfansage gegen Google für viele zunächst unter einem zweifelhaften Stern stand, kann sich das Ergebnis sehen lassen, insbesondere wegen der leserfreundlichen Gestaltung.
Readtwit: News von Empfehlern
Gestern hat Netzwertig einen komplett anderen Ansatz vorgestellt: Mit readtwit ist eine Twitter-Anwendung an den Start gegangen, mit der man die links von seinem Twitter-Netzwerk filtern und in einen Nachrichtenfeed umwandeln kann. Im Feed werden nicht nur die Tweets gezeigt, sondern direkt die Inhalte der verlinkten Webseite. Positiv ist vor allem auch ein (von mir) lang ersehnter Duplikatefilter.
Während es bei Nachrichten.de die Journalisten sind, die über die "Nachrichtenwerte" (=Verbreitung) entscheiden, was für den Leser relevant ist und was nicht, sind es bei Readtwit die Freunde und Follower, die Informationen empfehlen. Ein leserorientiertes Relevanzkriterium ist aus meiner Sicht eine spannende Alternative zur Relevanzbewertung durch Journalisten.
Da Burda weitere Sortier-Kriterien entwickeln will, wäre aus meiner Sicht eine bereits beschriebene Social-Rate-Variante interessant, bei der die Nachrichten nach der Empfehlungshäufigkeit aus Social Networks wie Twitter und Facebook sortiert werden. Wenn man die zunehmende Bedeutung von sozialen Netzwerken als Traffic-Lieferant für Medieninhalte ernst nimmt, wäre das ein konsequenter Schritt.
Social-Median und Twingly: News über Gruppen gefiltert
Social-Median hat bereits vor einigen Jahren die Bedeutung von Freunden als Empfehler konsequent aufgegriffen: Gruppen übernehmen die Aufgabe, in einer Nachrichten-Community die Newsfeeds aufzunehmen, zu filtern und zu sortieren. Ein ganz ähnliches Modell strebt Twingly mit den angekündigten Channels (Newsgruppen) an, was eine willkommene Gruppen-Alternative zum personalisierten Ansatz von Twitread wäre.
Einen eigenen News-Community-Ansatz, der Socialmedian ähnelt, hatte ich vor Zeiten mal hier gepostet. So oder so werden intelligente Aggregationsansätze in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen.
Hooks and Filters
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