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    <title>trendschau : Rubrik:Schreiben</title>
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    <dc:publisher>quartier-nord</dc:publisher>
    <dc:creator>quartier-nord</dc:creator>
    <dc:date>2009-10-19T15:39:25Z</dc:date>
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    <title>trendschau</title>
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  <item rdf:about="http://trendschau.twoday.net/stories/5992119/">
    <title>Mathe, Bücher, Teil 1.</title>
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    <description>&lt;dl&gt;&lt;dt&gt;&lt;img src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/nosfer.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;Schatten.&lt;/dd&gt;&lt;/dl&gt;Herrschaften! So geht das aber nicht! Es kann doch nicht sein, dass ihr es immer noch nicht begriffen habt, wo wir doch seit Wochen nichts anderes üben, wieder und immer wieder!. Wie der Speichel von Pawlows bestem Freund durchtränkte dieser Satz unsere Synapsen immer dann, wenn wir auf den Fluren unseres Kleinstadt-Gymnasiums den Mathematik-Lehrer herbeieilen sahen  mit energischem Schritt, einem rot-weißen Signalmuster, das symptomatisch durch Bluthochdruck und einem Mangel an Melanin, ursächlich jedoch durch ein Übermaß an mathematischen Formeln und pädagogischen Sorgen hervorgerufen wurde, während der zitternde rechte Arm wie ein Seismograph die aufgebrachte Stimmung in den vormals geradlinigen Stapel der schwarzöligen Klassenhefte Marke Pelikan zeichnete, die ihren Schrecken übrigens bis heute nicht verloren haben und seit den Abiturfeierlichkeiten in den tiefen Mulden eines schweren Eichenschreibtisches fast 500 Kilometer von meinem derzeitigen Standort ruhen, des Nachts bisweilen jedoch ihrer Gruft entsteigen, um im trübe flackernden Licht der Erinnerung einen kralligen Schatten an die Mauer der Verdrängung zu werfen, der tagsdrauf in Form eines leicht pelzigen Geschmacks beim schwarzen Morgenkaffee nachzuklingen pflegt. Nur ein einziges Mal, und da mag mich die Erinnerung an längst vergangene Zeiten sogar täuschen, nur ein einziges Mal hat der Lehrer dieses Mantra durchbrochen, selbst überrascht von einem statistisch signifikaten Ausschlag, der den ansonsten hauptschulreifen Klassendurchschnitt positiv verfälschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teil 2 folgt.</description>
    <dc:creator>quartier-nord</dc:creator>
    <dc:subject>Schreiben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 quartier-nord</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-14T11:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trendschau.twoday.net/stories/5748529/">
    <title>Menschmaschinen</title>
    <link>http://trendschau.twoday.net/stories/5748529/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://trendschau.twoday.net/stories/5730920/&quot;&gt;Abfall für Auserwählte&lt;/a&gt;: Kapitel vor, Kapitel &lt;a href=&quot;http://trendschau.twoday.net/stories/5734665/&quot;&gt;zurück&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade hatte ich mir die nächste Frage zurechtgelegt, als ich plötzlich stutzig wurde: Mit der Antwort stimmte was nicht. Es war wie mit der scheiß Katze, die damals einen Kratzer in die Matrix machte und Keanu Reeves mit seinem makellosen Teint einen willkommenen Vorwand bot, die ganze schöne Illusion kurz und klein zu hacken, freilich nicht ohne seinen Amoklauf mit diesem religiösen Brimborium zu verbrämen, obwohl wir als wahren Antrieb doch alle seine Furcht erahnten, dass sich Anne Catrin Moss sonst wohl kaum noch so bereitwillig hingegeben hätte. Also macht er da so ein Ding um den Kratzer  und auch ich war mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich auf genau diese Frage schon mal eine andere Antwort gehört hatte: Apparently hieß es damals, und auch wenn ich um die Zwänge der Drehbuchschreiber weiß, in einer frühabendlichen Serie die Sendezeiten nicht allzu sehr mit ausschweifenden Erklärungen zu strapazieren, so war ich mir doch sicher, dass sie damals im Kern die richtige Antwort gegeben hatten und die neue gehypte Knowledge-Engine &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tr/Wolfram-Alpha-vs-Google--/artikel/137310&quot;&gt;Wolfram|Alpha&lt;/a&gt; eben doch falsch lag. Denn wie sonst hätte Kirk damals einen Weg aus dem Paralleluniversum finden können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/Menschmaschine.jpg&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;display:block; margin:auto;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und während ich noch grübelte, wie also Reeves in meiner Situation vorgegangen wäre, kam mir eine Szene in den Sinn, die sich viele Jahre später abspielen sollte: Inzwischen hatte Kirk den Drehbuchschreiber gefeuert, und dann wurde Kirk von der Produktionsfirma gefeuert, und so übernahm ein Glatzkopf die Regie auf dem Schiff, und dieser eher mit hohen moralischen Standards ausgestattete Picard lief irgendwann zum Feind über und wurde dort von seinen neuen Freunden mit ein bisschen Elektronik aufgepeppelt. Nun hatte Picard nicht den Teint eines Reeves und zudem verhalf ihm das elektronische Zeugs auch zu deutlich klareren Aussagen, doch der unerfahrene Drehbuchschreiber hatte offensichtlich ein Vermittlungsproblem, denn nun jammerten und buhten die alten Weggefährten und starteten  ganz nach dem von vincereardon beschriebenen Muster der kreativen Klasse  eine eher technikfeindliche Gegeninitiative. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau diese Reaktion hat interessanter Weise vor einiger Zeit und in einem ähnlichen Zusammenhang auch &lt;a href=&quot;http://www.netzeitung.de/internet/624812.html&quot;&gt;Neal Stephenson prophezeit&lt;/a&gt;, dessen Bücher ja neben den synthetischen Drogen zu den Dingen gehören, die Leute wie &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/EXistenZ&quot;&gt;David Cronenberg&lt;/a&gt; bei ihren Cyberpunk-Phantasien reichlich genossen haben dürften. Und während Stephenson mit der Forderung nach einem Netzfilter seiner Zeit wieder voraus ist, kramt die kreative Klasse und allen voran James Cameron Stephensons reichlich verstaubte Vision eines &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Avatar_(2009_film)&quot;&gt;3D-Avatars&lt;/a&gt; wieder hervor, während die viel weitsichtigeren Konzepte von Filtern, Menschmaschinen und Klon-Armeen meist nur als Negativpause herhalten dürfen und sich sogar bis hinunter in die billigen Psychostreifen fressen, in denen regelmäßig ein paar eineiigen Zwillinge zum Angriff auf unser Verständnis von Freiheit und Individualität blasen. Das Cameron nun Sigourney Weaver für seinen 3D-Streifen verpflichtet hat, ist dennoch interessant, denn auch wenn es bezeichnenderweise als das schlechteste Werk von Jean-Pierre Jeunet gilt, so war &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Aliens_%E2%80%93_Die_R%C3%BCckkehr&quot;&gt;Alien 4&lt;/a&gt; doch der einzige Film, in dem ich mein Herz völlig ohne schlechten Beigeschmack an einen Klon (Sigourney) und einen Androiden (Winona) verschenken durfte...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortsetzung folgt...</description>
    <dc:creator>quartier-nord</dc:creator>
    <dc:subject>Schreiben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 quartier-nord</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-08T08:48:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trendschau.twoday.net/stories/5734665/">
    <title>Perlen</title>
    <link>http://trendschau.twoday.net/stories/5734665/</link>
    <description>Hier geht&apos;s zu &lt;a href=&quot;http://trendschau.twoday.net/stories/5706904/&quot;&gt;Kap. 1&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;http://trendschau.twoday.net/stories/5730920/&quot;&gt;Abfall für Auserwählte&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam er nun also, der finale K.O.-Schlag, mich streift ein Windhauch ...nun wirst du fallen, wie die Kurse der Börsen... das Ende war nah! In dieser winzigen Zeitspanne, in der man die Unausweichlichkeit des Einschlags begreift, verkrampfen die Muskeln und der Geist sucht Erholung: Ist die Herdplatte aus? doch die Tür ist schon zu und der Strand nicht mehr fern, und dort drifte ich hin und beobachte nun, wie die Platte erhitzt und die Skyline zerschmilzt, wie die Türme zerfließen und das Auge erlöst von der Ordnung der Dinge, Ding ing Dng dg ng in Don ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/meltingpot.jpg&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;display:block; margin:auto; width:450px;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Bild: &lt;i&gt;Melting Pot&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ding Dong Seismic sprengt mir die Augenlieder, mein Kopf zuckt zurück und ich erwache vor dem Schaltpult meiner Steuerzentrale. Was war das für ein seltsam fremder Sound, denke ich noch und muss kurz darauf einen Anflug von Depression herunterkämpfen: es war unser KOM.puter Seismic, der mich so auf eine Direktnachricht über Twitter aufmerksam machte. Das Leben kann einsam sein - und ebenso die Reise durch den Space, denn die Chance eines Direkteinschlags durch einen Tweet dürfte in etwa dem Verhältnis von Sternen zum Raum entsprechen. Eine erfrischende Stimme überleuchtete jedoch den grauen Schweif am Himmel: vincereardon @louisede Glad to see there are still bold investors willing to start up biotechs in Germany. Read my blog on issue. &lt;a href=&quot;http://bit.ly/2rhHF&quot;&gt;http://bit.ly/2rhHF&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vincereardon, ein bibliophiler Autodidakt aus den fernen Staaten, wie mir das System verriet, doch ich verstand kein Wort. Ich klicke auf den Link und lese einen kurzen Eintrag über die Fortschrittsfeindlichkeit der kreativen Klasse in Deutschland. Ok, darüber können wir tweeten, denke ich noch, als mir Feeddemon den Screen mit neuen Headlines zuschmiert: &lt;a href=&quot;http://medienlese.com/2009/04/24/in-eigener-sache-wir-stellen-medienlesecom-ein/&quot;&gt;Medienlese wird eingestellt&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://netzwertig.com/2009/05/04/rivva-auf-sparflamme-deutscher-blogmemetracker-wird-eingemottet/&quot;&gt;Rivva auf Sparflamme&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.deutsche-startups.de/2009/05/20/weblin-am-ende/&quot;&gt;Weblin am Ende&lt;/a&gt;. Schweiß perlt auf meiner Stirn, ich knüpfe mein Hemd auf, verdammt, wie lang hab ich nur an diesem Strand gegammelt?, der Kühler fährt höher, ich scanne die Systeme und verharre im Schock: &lt;a href=&quot;http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/05/18/die-quote-ueberlebender-internet-start-ups-wird-sich-halbieren.aspx&quot;&gt;Die Quote überlebender Internet-Start-ups wird sich halbieren&lt;/a&gt;&quot;, &lt;a href=&quot;http://netzwertig.com/2009/04/24/deutschland-degeneriert-in-ein-entwicklungsland-teil-1-von-3/&quot;&gt;Deutschland degeneriert in ein Entwicklungsland&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://netzwertig.com/2009/05/22/internet-bildungsfeindlichkeit-und-intellektuellenhass/&quot;&gt;Internet, Bildungsfeindlichkeit und Intellektuellenhass&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://upload-magazin.de/blog/2864-internetzensur-warum-die-meinungs-und-informationsfreiheit-alleine-keine-hilfe-sind/&quot;&gt;Internetzensur&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://leanderwattig.de/index.php/2009/05/14/dieter-bohlen-uber-das-filesharing/&quot;&gt;Dieter Bohlen über das Filesharing&lt;/a&gt;... Ich tupfe mir die Perlen von der Stirn: Wie konnte das nur passieren?  Wie konnte sich der Traum in mein Universum hineinfressen? Wie konnte hier nur so urplötzlich dieser Wirbel entstehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und während sich der Wirbel auf meinem Kopf zu einem Sturm der Synapsen vertiefte, just als der Sturm meine Füße vom Boden wegfegte, da streckte ich im Fallen meine Hand nach dem Licht, das uns Antworten versprach, um das Chaos zu lichten, und ich öffnete die Lippen und hörte mich sprechen: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;width:300px;&quot;&gt;&lt;object width=&quot;300&quot; height=&quot;110&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://media.imeem.com/m/oX7uFQG_uE/aus=false/&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;wmode&quot; value=&quot;transparent&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://media.imeem.com/m/oX7uFQG_uE/aus=false/&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;110&quot; wmode=&quot;transparent&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Und der Computer antwortete: 
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www93.wolframalpha.com/input/?i=Could+a+storm+of+such+magnitude+cause+a+power+surge+in+the+transporter+circlets+creating+a+momentary+interdimensional+contact+with+the+parallel+universe%3F&quot;&gt;&lt;i&gt;&quot;Wolfram|Alpha&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt; isn&apos;t sure what to do with your input.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortsetzung folgt</description>
    <dc:creator>quartier-nord</dc:creator>
    <dc:subject>Schreiben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 quartier-nord</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-02T07:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trendschau.twoday.net/stories/5706904/">
    <title>Fallen</title>
    <link>http://trendschau.twoday.net/stories/5706904/</link>
    <description>Hundertneunzig Meter vom Auge bis zum tiefblauen Spiegel, dann weiter bis zum hellgelben Punkt am Himmel über dem Hafen, und irgendwo dort hoch über dem Ostseestädtchen zwitscherte gerade ein Vögelchen, als die Rechte krachend einschlug. Jetzt noch zwanzig Meter bis zum Ende der kleinen Halle, und auf dem Rückweg grüßte der Schall bereits die ersten Lichwellen, die das zartrosa Feilchen gerade verließen. Ob es Clemens Meyers Gossenslang oder Hemmingways Männlichkeitsposen waren, die mich in diesen acht mal acht Meter großen Kokon getrieben hatten, weiß ich nicht mehr. Aber ich wusste jetzt, dass es zwischen literarischem Genuss und realem Kickboxen einen spürbaren Unterschied gab. Am Ende schaffte es selbst der kräftige Mann in schwarz-weißer Wako-Tracht nicht mehr, meinen erschöpften Arm noch ein letztes Mal in die Höhe zu reißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/klitschi.jpg&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;display:block; margin:auto;&quot; width=&quot;450px&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ohne K.O. lässt eine 3:0 Punktniederlage wenig Spielraum für Interpretationen und selbst hierzulande ist ein klares Eingeständnis die erfolgreichste Strategie bei so einem Malheur. Freilich sollte man das Handtuch auch nicht zu früh werfen. Am Tag genau vor einem Jahr um Punkt 14:09 Uhr überradelte ich unter dem gleichen hellgelben Punkt und einem anderen Himmel die Grenze von Billbrook nach Billwerder und verließ damit die letzten Reste einer industriellen Urbanität, falls die Ansammlung von Billigpuffs, Tankstellen und Imbissbuden inmitten von Gewerbebauten und Bille-Brücken diese Bezeichnung verdient. Kurz danach glotzte mich von rechts eine typisch norddeutsche Natur an, ein verschlafener Bach in einer zerrupften Wiese, ein paar verfilzte Sträucher und Bäume, eine Szenerie, die sogar die Hamburger Stadtverwaltung erweichen und fürsorglich Hinschilder platzieren ließ, um die Passanten um Ruhe und Rücksicht zu bitten. Damals ignorierte ich den deutenden Blick und wartete noch hoffnungsvoll auf eine Antwort von &lt;a href=&quot;http://turi-2.blog.de/2008/01/24/turi2_tv_stefan_glanzer_uber_webgrunder~3624757/&quot;&gt;Stefan Glänzer&lt;/a&gt;, dem ich früh morgens eine zündende Idee für das nächste Große Web-Start-Up übermittelt hatte. Ein Jahr später wartete ich immer noch, als mir schließlich &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/446070/Axel_Schmiegelow_im_Interview&quot;&gt;Axel Schmieglow&lt;/a&gt; nach dem dritten Anlauf zu verstehen gab, dass mich ein netter Denkansatz  wohl kaum vor den Niederungen einer eigenen Gründung bewahren würde, zumindest bis zu einem skallierbaren Prototyp. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortsetzung folgt ...</description>
    <dc:creator>quartier-nord</dc:creator>
    <dc:subject>Schreiben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 quartier-nord</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-18T06:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trendschau.twoday.net/stories/5431751/">
    <title>Corporate - Die besseren Magazine?</title>
    <link>http://trendschau.twoday.net/stories/5431751/</link>
    <description>&lt;dl&gt;&lt;dt&gt;&lt;img src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/Katrin-Paul_MINIINT_TItel_Kyoto--1.jpg&quot; style=&quot;width:200px&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;Corporate Publishing: MINI-International&lt;/dd&gt;&lt;/dl&gt;Nicht schlecht gestaunt habe ich, als mir vor einigen Wochen ein Freund eine Ausgabe des BMW-Mini-Magazins aus dem Hause Hoffmann &amp; Campe Corporate Publishing mit dem Thema Kyoto zuschickte. Extrem stylisch und hochwertig kommen (je nach Marke) inzwischen viele Unternehmensmagazine daher, doch auch von den Inhalten her stehen einige dieser Mags den konventionellen Verlagsprodukten in nichts mehr nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im besagten Mini-Magazin gab es beispielsweise neben Berichten über Architektur, Streetstyle &amp; Co auch eine Kurzvorstellung des Kyotoer HipHoppers &quot;Halfby&quot; und eine dazugehörige Mix-CD mit Halfby, Rufus, Handsomeboy-Technique etc. - allesamt Künstler des Kyoto-Labels Second Royal, die nach der Implosion der auch hierzulande halbwegs bekannten Pizzicato-Five-Szene eine neue Generation von Independent-Musikern in Japan repräsentieren, fernab des Mainstreams eines Avex-Labels, kurz: die kleine Mix-CD wertet eine Plattensammlung keineswegs ab. Und das nicht über die Spex (sorry, lese ich sowieso nicht), sondern mit Hilfe von BMW. Was soll man davon halten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei früheren Gesprächen mit befreundeten Journalisten war klar: die Unabhängigkeit ist das höchste Gut, und auch die PR-Branche drängte auf unabhängige und glaubwürdige Medien, in denen sie glaubwürdig ihre Botschaften platzieren konnten. Daran hat sich grundsätzlich nichts geändert. Doch je mehr sich diese Kundenmags weg von den billigen PR-Plattitüden hin zu einem interessanten Themenmag entwickeln, wachsen sie zumindest in Bereichen wie Lifestyle, Kultur u.ä. zu durchaus ernstzunehmenden Medien heran, die eben nicht sofort in den Papierkorb wandern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich tummeln sich inzwischen von Gruner&amp;Jahr über Burda bis hin zum Süddeutschen Verlag so ziemlich alle größeren Traditionshäuser im lukrativen Corporate-Geschäft, für viele Journalisten ist der Corporate-Bereich inzwischen zum zweiten Standbein geworden und in Fällen wie oben beschrieben muss sich ein Journalist dafür nicht einmal mehr verstecken. In der angespannten Situation kann man solche Möglichkeiten durchaus begrüßen (über Kultur-Sponsoring beschwert sich auch keiner, obwohl es auch dort einige kuriose Geschichten gibt), allerdings darf man - wie übrigens auch in 90% der unabhängigen Medien - eben keinen Enthüllungs-Journalismus erwarten. Und natürlich gibt es nach wie vor viele Projekte, bei denen sich der Journalistenmagen völlig zu Recht umdrehen darf... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar unsortierte Links: &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.forum-corporate-publishing.de/FCP/Mitglieder/showMember.php?mName=0&amp;leistung=0&quot;&gt;Mitgliedsliste des Forums Corporate Publishing&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.cp-blog.com/&quot;&gt;CP-Blog von Burda Yukom&lt;/a&gt; ( die natürlich ein &quot;konkurrenzloses&quot; Blogroll haben ;-)&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.cp-lounge.de/&quot;&gt;CP-Lounge&lt;/a&gt;, noch ein Blog...&lt;br /&gt;
Keine Informationen dazu gibt&apos;s beim &lt;a href=&quot;http://www.djv.de/Home.18.0.html&quot;&gt;DJV&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema wird irgendwann nochmal intensiver recherchiert und mit Zahlen unterfüttert...</description>
    <dc:creator>quartier-nord</dc:creator>
    <dc:subject>Schreiben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 quartier-nord</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-08T08:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trendschau.twoday.net/stories/5215449/">
    <title>Neues Textportal für Fachjournalisten</title>
    <link>http://trendschau.twoday.net/stories/5215449/</link>
    <description>Der Deutsche Fachjournalistenverband (DFJV) hat unter &lt;a href=&quot;http://www.textportal.de&quot;&gt;www.textportal.de&lt;/a&gt; eine neue Vermarktungsplattform online gestellt. Das Portal agiert als Mittler zwischen Fachautoren und Verlagen und positioniert sich damit ähnlich, wie das bereits bekannte Journalistenportal &lt;a href=&quot;http://www.opentx.de&quot;&gt;www.opentx.de&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/Textportal.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Portal ist auch für Nicht-Mitglieder zugänglich und komplett kostenfrei, finanziert sich also indirekt über die Beiträge der Verbandsmitglieder. Die Preise werden vom Autor selbst festgesetzt, der Käufer erwirbt nicht-exklusive Verwertungsrechte. Damit dürfte auch dieses Portal in erster Linie für die Zweitverwertung von Beiträgen genutzt werden, wobei für Verlage auch die Möglichkeit einer Auftragsvergabe besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kritischer Beigeschmack bleibt dennoch, wenn sich ein nichtkommerzielles und über Beiträge finanziertes Projekt gegen einen kommerziellen Mitbewerber positioniert. Zu wünschen wäre es den Kollegen von opentx, dass sie sich mit ihrem Portal und dessen Geschäftsmodell (jeweils 5% Vermittlungsgebühren von Käufer und Verkäufer) auch gegen die neue Konkurrenz behaupten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Via &lt;a href=&quot;http://fachmedien.net/branche/news--berichte---objekte/auftragsportal-fur-fachjournalisten.html&quot;&gt;Fachmedien.net&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>quartier-nord</dc:creator>
    <dc:subject>Schreiben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 quartier-nord</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-25T12:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://trendschau.twoday.net/stories/5012567/">
    <title>Textvermarktung II: Portale im Überblick</title>
    <link>http://trendschau.twoday.net/stories/5012567/</link>
    <description>Der Seitenstatistik zufolge scheint das Thema Textvermarktung die Datensurfer zu beschäftigen. Daher als Ergänzung zum &lt;a href=&quot;http://trendschau.twoday.net/stories/4967915/&quot;&gt;ersten Beitrag&lt;/a&gt; eine kleine Gesamtschau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1. Journalistenportale&lt;/b&gt;
&lt;p&gt;&lt;img class=&quot;left&quot; src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/opentx.jpg&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;155px&quot; /&gt; &lt;img class=&quot;left&quot; src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/combox.jpg&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;155px&quot; /&gt; &lt;img src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/frischepresse.jpg&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;155px&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
Neben der bereits vorgestellten &lt;a href=&quot;http://www.opentx.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;open:tx&lt;/a&gt;-Handelsplattform für Verwertungsrechte existiert noch der Umschlagplatz &lt;a href=&quot;http://www.newsboerse.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;newsboerse&lt;/a&gt; von com:box, der sich in erster Linie an Korrespondenten und Verlage richtet. Laut Com:box nutzen 239 Anbieter und 87 Abnehmer das Portal. Für Korrespondenten ist die Leistung kostenpflichtig, leider sind die Preise schwer (bis überhaupt nicht) auffindbar. Ein drittes Journalistenportal unter dem Namen &lt;a href=&quot;http://www.frische-presse.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;frische-presse&lt;/a&gt; versteht sich im Gegensatz zu den beiden anderen Anbietern nicht als Textbörse, sondern als eine Vermarktungsplattform für Journalisten. Dementsprechend sind die Texte frei zugänglich und können mehr oder weniger als Probetexte zur Ergänzung der eigenen Profildarstellung gelesen werden. Sinn und Zweck der ganzen Unternehmung ist die themengesteuerte Journalistensuche durch potentielle Auftraggeber. Zur Auswahl stehen derzeit ca. 140 registrierte Schreiberlinge, denen die Leistungen der Plattform immerhin 129,- Euro Gebühren wert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2. Klickmagazine&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Klickmagazine entlohnen ihre Autoren über die Anzahl der Klicks (pay-per-view) und die darüber generierten Werbeeinnahmen. Der Tausender-Kontaktpreis bei Online-Werbung liegt derzeit bei etwa 2,- bis 3,- Euro, man kann sich also selbst ausrechnen, wie viel Traffic ein Artikel für ein angemessenes Honorar erzeugen muss. Ein prominentes Beispiel für ein solches Klickmagazin ist das bereits vorgestellte Portal &lt;a href=&quot;http://www.suite101.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;suite101&lt;/a&gt;. Es gibt zwar unzählige weitere Artikelverzeichnisse, kaum eines bietet jedoch den Autoren eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen an. Auf dem gleichen Klick-Prinzip beruhen allerdings auch ganz gewöhnliche Blogportale, wobei eigene Werbeeinnahmen immer einen kostenpflichtigen Account voraussetzen. Der große Vorteil von Blogportalen dürfte in der völlige Unabhängigkeit und der breiteren Kommerzialisierungsmöglichkeit (Bezahlartikel, Affiliate etc.) liegen, dagegen kann suite101 mit einer bereits bestehende Lesergruppe aufwarten, die möglicherweise auch für neue Autoren leichter zu gewinnen ist. All diese Modelle bieten dem Schreiber jedoch keine Lebensgrundlage: Regelmäßige Umfragen zu Blogeinnahmen nennen ernüchternde Durchschnittszahlen von ca. 400,- Euro pro Monat (unzählige Vermarktungstipps dazu in &lt;a href=&quot;http://www.selbstaendig-im-netz.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;selbständig-im-netz&lt;/a&gt;) , mehr (wenn überhaupt) dürfte es bei suite101 ganz sicher auch nicht sein. Dass es hier wie dort Ausnahmen gibt, ist nun einmal kein Maßstab für die Masse (suite101 gibt den Verdienst ihrer Starschreiber mit 1000$ an, populäre blogs wie turi2 dürften ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt liegen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3. Dokumentenhändler&lt;/b&gt;
&lt;p&gt;&lt;img class=&quot;left&quot; src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/xinxii.jpg&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;155px&quot; /&gt; &lt;img class=&quot;left&quot; src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/peo.jpg&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;155px&quot; /&gt; &lt;img src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/docutrade.jpg&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;155px&quot; /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
Auf ein anderes pay-per-view-Modell setzen Dokumentenhändler wie &lt;a href=&quot;http://www.xinxii.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Xinxii&lt;/a&gt;, wobei der Übergang zu Verlagen fließend ist (einziger Unterschied ist die Vergabe von ISBN-Nummern bei Online-Verlagen). Bei Xinxii werden Dokumente vom User zum Verkauf (oder zur freien Verfügbarkeit) hochgeladen, ähnlich wie bei Online-Verlagen wird man pro Download am Umsatz beteiligt. Weitere Anbieter sind &lt;a href=&quot;http://www.docu-trade.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;docu-trade&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&quot;http://www.peo.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;peo&lt;/a&gt;, wobei peo die Texte zum Teil zusätzlich noch in Themenmagazine zusammenfasst. Für den wissenschaftlichen Bereich gibt es neuerdings mit &lt;a href=&quot;http://www.twidox.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;twidox&lt;/a&gt; eine eigene (allerdings nicht kommerzielle?) Dokumentenplattform, die den derzeit vor allem von Bibliotheken betriebenen Open-Access-Bereich neu aufrollt. Geld verdienen lässt sich hier also nicht, was für Wissenschaftler allerdings auch nur zweitrangig sein dürfte. Twidox hat kürzlich mit Media-Ventures einen recht prominenten Kapitalgeber gefunden, das Konzept scheint also zu überzeugen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4. Textbörsen&lt;/b&gt;
&lt;p&gt;&lt;img class=&quot;left&quot; src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/textox.jpg&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;155px&quot; /&gt; &lt;img class=&quot;left&quot; src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/textbroker.jpg&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;155px&quot; /&gt; &lt;img src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/contentworld.jpg&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;155px&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die bislang recherchierten Textbörsen richten sich leider mit ihrer teils drastischen Konditionenpolitik fast ausschließlich an die nichtprofessionelle Schreiberzunft, Auftraggeber bzw. Abnehmern stammen überwiegend aus der SEO-Branche. Das Portal &lt;a href=&quot;http://www.textbroker.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Textbroker&lt;/a&gt; wurde hier bereits vorgestellt, ein ähnliches Angebot zu den gleichen indiskutablen Konditionen unterbreitet &lt;a href=&quot;http://www.contentworld.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;contentworld&lt;/a&gt;. Contentworld hat wohl aufgrund des Marktdrucks seine Preise noch einmal gesenkt und dadurch zumindest im Internet Schelte von den Autoren geerntet. Denen würde statt der Abwanderung zu Textbroker noch ein drittes Portal zur Verfügung stehen: &lt;a href=&quot;http://www.textox.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;textox&lt;/a&gt;. Die jüngste der drei Plattformen hat dabei einen klaren Vorteil: sie lässt die Autoren selbst entscheiden, ob sie ihre Leistungen zu Dumping-Konditionen anbieten oder mit dem Auftraggeber frei verhandeln wollen. Auch sonst unterscheidet sich das Modell, denn hier sind es nicht die Abnehmer, die Aufträge einstellen, sondern Texter, die sich mit ihrem Profil und ihren Schwerpunktthemen präsentieren. Geld macht das Portal über die kostenpflichtigen Vermittlung der Kontaktdaten an Auftraggeber. Die Positionierung auf dem Markt bleibt bei Textox allerdings unscharf: einerseits präsentiert sich das Portal als faire Alternative gegenüber textbroker, bietet jedoch andererseit  wenn auch auf freiwilliger Basis - die gleichen Dumping-Konditionen für die gleichen Zielgruppen an. Ein Wettbewerb, in dem das Portal schlicht nicht bestehen kann. Textox wäre daher gut beraten, die Dumping-Preisstruktur komplett aufzugeben und sich auf den (ja noch recht jungfräulichen) professionellen Bereich zu konzentrieren, ev. mit einer zusätzlichen Auftragsfunktion. Derzeit kann man das Portal immerhin als besseres Texterverzeichnis nutzen, wobei fraglich bleibt, warum Auftraggeber nicht auf die (reichlich verfügbaren) kostenfreien Angebote zurückgreifen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;5. Texterverzeichnisse&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Verzeichnisse gibt es wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Als Beispiel sei hier der recht etablierte, allerdings auch kostenpflichtige Anbieter &lt;a href=&quot;http://www.lektorat.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;lektorat.de&lt;/a&gt; genannt, der inzwischen auch über eine Texterabteilung verfügt. Parallel zum &lt;a href=&quot;http://www.vfll.de/pages/lektorenfinden/lektorenfinden_start.php?m=5&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Verzeichnis des Lektorenverbands&lt;/a&gt; bietet natürlich auch der &lt;a href=&quot;http://www.texterverband.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Texterverband&lt;/a&gt; für Mitglieder einen Eintrag. In den Space geworfen seien hier noch Verzeichnisse wie texter.de oder textmarkt.de. Das Problem all dieser Verzeichnisse: sie werden von Auftraggebern so gut wie nicht in Anspruch genommen, wenn sie dort denn überhaupt bekannt sind. Man sollte sich daher gut überlegen, ob man sich für ein kostenpflichtige Angebot entscheidet, oder mehrere kostenlose Verzeichnisse nutzt und so zumindest ein paar weitere Links auf seine Firmenhomepage schaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Ideale Textplattform&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Keines der Angebote hilft einem professionellen Texter derzeit wirklich weiter. Wer also eine neue Plattform für Texter auf den Markt schmeißen will, sollte zwei Punkte berücksichtigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Es ist kein Problem für Schreiber, Texte im Internet zu publizieren, sondern ein Problem für Texte, ein Qualitätssigel zu bekommen. Genau das ist die Funktion von Empfehlern, und die mächtigsten institutionalisierten Empfehler sind nach wie vor die Verlage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es ist kein Problem für Schreiber, ihre Dienstleistung z.B. über Verzeichnisse und Börsen anzubieten, sondern es ist für Verzeichnisse und Börsen ein Problem, die passende Zielgruppe, sprich die Auftraggeber, zu erreichen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ideale Kombination aus einem Autoren- und Textmarktplatz mit anerkanntem Qualitätssigel und einem schlagkräftigen Tool zur Zielgruppenerschließung wartet noch auf seine Geburt. Und selbst dann bleibt die Frage, ob letzlich nicht doch die Macht persönlicher Bindungen und Empfehlungen schwerer wiegt.&lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>quartier-nord</dc:creator>
    <dc:subject>Schreiben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 quartier-nord</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-23T09:10:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://trendschau.twoday.net/stories/4967915/">
    <title>Siegeszug der Textbörsen?</title>
    <link>http://trendschau.twoday.net/stories/4967915/</link>
    <description>suite101, open:tx oder textbroker: In letzter Zeit sind &lt;strike&gt;Textbörsen&lt;/strike&gt; Portale zur Textvermarktung wie Pilze aus dem Boden geschossen. Auf den ersten Blick funktionieren sie alle gleich - Autoren bieten Texte bzw. Dienste unter einem zentralen Dach an - doch unter der Lupe offenbaren sich   zum Teil himmelweite Unterschiede. Trendschau ist auf die Daten-Reise gegangen und hat drei (konkurrierende?) Ansätze aufgespürt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://s305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/?action=view&amp;current=opentx.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img class=&quot;left&quot; src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/opentx.jpg&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Photobucket&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.opentx.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;open:tx&lt;/a&gt;&lt;b&gt; - Der Mittler&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Das Journalisten-Portal aus Hamburg versteht sich als Handelsplattform für Verwertungsrechte und tritt als reiner Mittler zwischen professionellen Schreibern und Redaktionen auf. Im geschlossenen Bereich können die Redakteure nach Content recherchieren, den die Journalisten einstellen und verwalten. Den Preis für den Content verhandeln beide Parteien ohne Vorgaben direkt untereinander, die Portalbetreiber werden erst nach dem Verkauf mit 5% am Umsatz beteiligt. Dem Geschäftsmodell entsprechend geht es bei dem Portal in den meisten Fällen um eine Zweitverwertung bereits veröffentlichter Beiträge und Reportagen  eine ohnehin gängige Praxis bei Journalisten, um das geringe Zeilenhonorar ein wenig aufzustocken. Der Vorteil dabei liegt schlicht in der Arbeitsersparnis für den Journalisten, der auf etwa 300 (aktive?) Redakteure hoffen und sich das Klinkenputzen vermeidlich sparen kann. &lt;/p&gt;

Dass sich die Macher von open:tx mit ihrem Angebot an Profis richten und dabei weder starre Konditionenrahmen setzen, noch Verwertungsrechte für den Content einfordern, mag den Zulauf von über 850 Autoren (Eigenangabe) in dem noch relativ kurzen Leben des Portals (seit Juli 2007) erklären. Das kurze Leben von open:tx war allerdings schon recht bewegt: Die hohen Anfangs-Erwartungen der Gründer (1.500 Autoren nach einem halben Jahr als Ziel) wurden nicht erfüllt, sodass es Anfang 2008 zur Übernahme durch ein neues Team kam. Die Neuen müssen sich zudem im Wettbewerb gegen die &lt;a href=&quot;http://www.newsboerse.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;newsboerse&lt;/a&gt; des etablierten Anbieters com.box durchsetzen, die ihren Schwerpunkt allerdings eher auf die Nachricht und weniger auf die Reportage legt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; 

&lt;p&gt; &lt;a href=&quot;http://s305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/?action=view&amp;current=suite101.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img class=&quot;left&quot; src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/suite101.jpg&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Photobucket&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.suite101.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;suite101&lt;/a&gt;&lt;b&gt; - Das Journal&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Der kanadische Anbieter gehört zu den alten Schlachtschiffen auf dem Markt: seit 1996 online, nach einem bewegten Leben inzwischen etabliert und in zahlreichen Ländern präsent. Nach dem Einstieg von Burda (Digital Ventures) startete im letzten Juli (07) ein deutscher Ableger, der heute über 200 Autoren zählt. Die englischsprachige Seite verzeichnet laut Eigenauskunft über 800 Autoren und ca. 7 Mio. Leser monatlich. &lt;/p&gt;

Die Angaben sind nicht unwichtig, denn das Geschäftsmodell beruht in erster Linie auf Werbeschaltung, an deren Einnahmen auch die Autoren beteiligt werden. Wer den tausender Kontaktpreis kennt und auch schon mit den Schwierigkeiten der Aufmerksamkeitsökonomie im Netz zu kämpfen hatte, weiß die Verdienstmöglichkeiten entsprechend einzuschätzen. Die genannten 3,50 Dollar pro 1000 Seitenabrufe scheinen da fasst ein bisschen hoch gegriffen, und auch der DJV war von diesem Modell offensichtlich &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/681/161238/?CMP=NLC-SDE071022&amp;nlsource=taeglich&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;nicht besonders angetan&lt;/a&gt;. Die Rechte an den Texten bleiben grundsätzlich beim Autor, allerdings sichert sich suite101 für ein Jahr die exklusiven Online-Nutzungsrechte, vermutlich zum Schutz gegen eine besuchersenkende Netz-Verbreitung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieviel Potential dieses Modell hat, bleibt abzuwarten. Naserümpfende Journalisten sind bei solchen Angeboten immer zu erwarten, ob jedoch durch die Dumping-Konkurrenz auch ein genereller Wertverfall von Content zu befürchten ist, sei dahingestellt. Wer als Schreiber ein zahlendes Medium findet, wird kaum auf suite101 zurückgreifen, der Dienst dürfte also überwiegend Texten zugute kommen, die andernfalls in der Schublade schlummern und dort eben überhaupt kein Honorar produzieren würden. Zudem sorgt  im Gegensatz zu vielen anderen Textportalen  ein Bewerbungsverfahren sowie ein Redaktionsteam für eine gewisse inhaltliche Qualität. Ob die Inhalte dann auch ein Publikum finden, entscheidet letztlich, ganz demokratisch, der Leser, und nicht der Kritiker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://s305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/?action=view&amp;current=textbroker.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img class=&quot;left&quot; src=&quot;http://i305.photobucket.com/albums/nn236/trendschau/textbroker.jpg&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Photobucket&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://www.textbroker.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;textbroker&lt;/a&gt;&lt;b&gt; - Der Auftraggeber&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Das nicht mehr ganz junge Textbroker-Portal repräsentiert ein drittes Modell: Hier bieten Schreiberlinge nicht ihre Texte, sondern ihre Leistung an, d.h. sie schreiben Texte für Auftraggeber auf Grundlage eines eingestellten Briefings. Ein solches Modell macht grundsätzlich für die PR-Arbeit Sinn, wer allerdings professionell im PR-Bereich textet, weiß, dass namhafte Auftraggeber niemals ein Briefing in ein Portal einstellen würden. Hinzu kommt eine drastische Konditionenpolitik von Seiten der Betreiber: pro Wort verdient der Autor zwischen 0,012 und 0,060 Cent. Legen wir den Standard von 1.500 Anschlägen  (durchschnittlich 200-250 Wörter) zu Grunde, so verdient der Autor zwischen 3,- und 15,- Euro pro Seite. Vor diesem Hintergrund überhaupt das Wort professionell auf die Webseite zu stellen, zeugt umgekehrt nicht gerade von Professionalität. Wer textbroker in Google eingibt, landet dementsprechend reihenweise auf SEO-Blogs, in denen sich einige Auftraggeber sogar noch über die Qualität der Texte beschweren. Die Aufregung mancher Kollegen ist für mich trotzdem nicht nachvollziehbar, denn mit Textbroker wird ein Markt neu organisiert, der schon früher nicht zum professionellen Bereich gehörte und  wohl auch künftig kaum in diese Sphären aufsteigen wird. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;

&lt;b&gt;Trotz der Unterschiede&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
...gibt es eine Gemeinsamkeit: Die Angebote  entpersonalisieren und entflechten das Verhältnis von Content-Produzenten und Content-Abnehmern, bzw. sie umgehen im Falle von suite101 komplett die Abnehmerseite und lassen demokratisch den Leser über Wohl und Übel entscheiden. Darin mag eine Chance liegen, vielleicht aber auch eine falsche Annahme über die Rolle von &quot;Meinungsautoritäten&quot; und die Macht persönlicher Bindungen.</description>
    <dc:creator>quartier-nord</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 quartier-nord</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-03T08:23:00Z</dc:date>
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